Arbeitstagung 2026

Die GTPF-Arbeitstagung 2026 war ein lebendiger Ort für Austausch, Inspiration und gemeinsames Weiterdenken. In Eberswalde diskutierten GTPF-Mitglieder und Interessierte aktuelle Fragen transdisziplinärer und partizipativer Forschung und arbeiteten gemeinsam an der Weiterentwicklung der GTPF.
Am 12. und 13. März 2026 fand an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) die erste Arbeitstagung der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung (GTPF) statt. Sie bot Raum für Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Weiterentwicklung transdisziplinärer und partizipativer Forschung.
Eröffnet wurde die Tagung von Matthias Barth, Vorsitzender der GTPF und Präsident der HNEE. Anschließend hob Stefan Müller, Leiter der Abteilung Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und nachhaltige Entwicklung – im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), in seinem Grußwort hervor, dass transdisziplinäre und partizipative Forschung wichtige Beiträge zur Bearbeitung gesellschaftlicher Zukunftsfragen leisten. Besonders betonte er die Skalierung erfolgreicher Ansätze, die Sichtbarmachung gesellschaftlicher Wirkung sowie die Verbindung mit technologischen und sozialen Innovationen. Zugleich würdigte er die GTPF als wichtige Fachgesellschaft und Partnerin.


Inhaltlicher Austausch und gemeinsames Arbeiten
Das Programm war auf zwei intensive Tage angelegt und verband mehrere Sessionphasen mit Plenumsformaten, einem Abendempfang und einem gemeinsamen Abschluss. Schon die erste Sessionphase machte die thematische Breite der Tagung sichtbar: von Diversität in partizipativer Forschung über Qualitätsdimensionen transdisziplinärer Forschung und Fragen der Wirkung bis hin zu kollegialer Fallberatung. Die Kurzberichte der einzelnen Sessions sind auf den jeweiligen Unterseiten unten dokumentiert und werden dort nach und nach ergänzt.
In der zweiten Sessionphase standen unter anderem der Umgang mit Rechtsdruck und Wissenspluralität, transdisziplinäre Forschung mit marginalisierten Gruppen, performative Zugänge zur Analyse transdisziplinärer Netzwerke sowie ein Onboarding-Tool für Praxispartner*innen in ko-kreativen Forschungsprojekten im Mittelpunkt. Auch die zweiteilige Session der AG Wirkung führte die Diskussionen zu wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen weiter.
„FuckUp Night“ und Abendempfang
Die Plenarsession am Donnerstagabend stand unter dem Titel „FuckUp Night – Scheitern, aber gescheiter“ und nahm den produktiven Umgang mit Irrtümern, Brüchen und misslingenden Projektverläufen in den Blick. Ein Impuls von Melanie Jaeger-Erben sowie Beiträge aus dem Kreis der Tagungsteilnehmenden zeigten, wie wichtig eine offene Auseinandersetzung mit Scheitern für Lernen und Professionalisierung in transdisziplinärer und partizipativer Forschung ist.
Der anschließende Abendempfang bot Gelegenheit für informelle Gespräche und weitere Vernetzung im Foyer der HNEE.


Der zweite Tag: Hightech-Agenda, Arbeitsphase & lebendiger Abschluss
Am Freitag folgte eine Plenarsession zu der Frage, wie transdisziplinäre und partizipative Forschung in einer sich rapide verändernden Forschungs- und Gesellschaftswelt agieren kann. Im Mittelpunkt standen neben der Hightech-Agenda unter anderem veränderte Transformationsdebatten, Krisenerfahrungen und zunehmende Demokratiefeindlichkeit. Die Diskussion machte deutlich, wie wichtig der Austausch über Erfahrungen, Leerstellen und die zukünftige Rolle der GTPF in diesem Kontext ist.
Daran schloss sich die dritte Sessionphase mit weiteren vielfältigen Beiträgen an: vom Barcamp für Forschende in frühen Karrierephasen über innere Transformation und Transdisziplinarität bis zum Dialog mit Fördergebern über bessere Rahmenbedingungen für transdisziplinäre und partizipative Forschung. Weitere Sessions widmeten sich der Frage, wie die GTPF Partizipation und Inklusion gestalten kann, sowie dem Einsatz von Storytelling als Methode in transdisziplinären Kontexten.
Den Abschluss bildete die Session „Ideen in Bewegung – Pappen, Post-Its, Perspektiven“, in der die zentralen Erkenntnisse der Tagung kreativ zusammengeführt wurden. Bei bestem Wetter wurden die Inhalte der Sessions draußen auf dem Campus der HNEE interaktiv sichtbar gemacht: Aus jeder Session wurden die wichtigsten Fazits auf Plakaten präsentiert und gemeinsam reflektiert. Im Anschluss dankte der Kernvorstand allen Organisator*innen und Beteiligten für die intensiven Diskussionen und spannenden Impulse. Zugleich wurde auf die Mitgliederversammlung der GTPF im September im Rahmen von PartWiss verwiesen.
Dokumentation
Die Dokumentation der Arbeitstagung wird fortlaufend ergänzt. Die Kurzberichte der einzelnen Sessions wurden von den jeweiligen Organisator*innen zusammengestellt und sind im Folgenden auf den Unterseiten abrufbar. Sie geben vertiefte Einblicke in Ziele, Diskussionen und erste Ergebnisse der Sessions und werden nach und nach um weitere Materialien ergänzt.
Donnerstag, 12. März 2026

Session "Diversität in partizipativer Forschung von Rekrutierung bis Dissemination. Wiederkehrende Herausforderungen und wie wir ihnen begegnen können"
Konzeption und Moderation: Vivian Frick, Julia Fülling, Mia Lehn

Session "Qualitätsdimensionen im Dialog: gemeinsam Qualitätskriterien weiterdenken"
Konzeption und Moderation: Alexandra Lux, Gabriela Michelini (AG Qualitäten)

Session "Wo stehen wir, wo wollen wir hin? – Perspektiven für die AG Wirkung gemeinsam weiterentwickeln"
Konzeption und Moderation: Martina Schäfer, Jana Semrau

Session "Kollegiale (Fall-)Beratung: Methodenanpassung und Prototyping zur Anwendung im Rahmen der GTPF-Arbeit"
Konzeption und Moderation: Bettina Brohmann, Melanie Mbah, Britta Acksel, Eszter Tóth (AG Formate, Methoden und Kontexte)

Session "Rechtsdruck und Wissenspluralität: Transdisziplinarität als Gratwanderung oder Ausweg?"
Konzeption und Moderation: Flurina Schneider, Alexandra Lux, Chantal Krumm, Franziska Ehnert, Tobias Buser; weitere Rollen: Doris Fuchs, Ilka Roose, Benjamin Nölting

Session "TD Forschung trifft marginalisierte Gruppen"
Konzeption und Moderation: Fiona L. M. de Fontana, Maximilian Muhr, Jana Plöchl und Patrick Scherhaufer

Session "Figurationen transdisziplinärer und partizipativer Forschung: Eine performative Netzwerkanalyse"
Konzeption und Moderation: Mitglieder der GTPF bzw. AG Performative Soziologie

Session "Alle an Bord?! Entwicklung eines Tools zur informierten Anbahnung und Planung co-kreativer Forschungsprojekte aus Perspektive von Praxisakteur:innen
Konzeption und Moderation: Christine Hobelsberger und Martin Burwitz (AG Zivilgesellschaft/Praxispartner:innen)

Plenarsession "FuckUp Night – Über Scheitern in der transdiziplinären und partizipativen Forschung, den kreativen Umgang mit Misserfolgen und das Lernen aus ihnen"
Konzeption und Moderation: Pia Laborgne, Stefan Raich, Sebastian Rogga, Claudia Schreider (AG Reallabore); Impuls: Melanie Jaeger-Erben und weiteren Tagungs-Teilnehmer*innen
Freitag, 13. März 2026

Plenarsession " Transdisziplinäre und partizipative Forschung in einer sich rapide verändernden (Forschungs-)Welt"
Panelist:innen: Florian Kern, Katharina Krüth, Sebastian von Peter, Flurina Schneider
Moderation: Thomas Korbun

Session "Barcamp der transdisziplinär und partizipativ Forschenden in Qualifizierungsphasen (Bedarfserhebung, Entwicklung eigener Formate, Planung eines Symposiums 2026)"
Konzeption und Moderation: Friederike Asche, Sebastian Rogga, Saskia Schuppener, Britta Acksel, Benjamin Nölting

Session "Innere Transformation und Transdisziplinarität – was, warum und wie?"
Konzeption und Moderation: Christoph Woiwode, Philip Harms

Session "Im Dialog mit Fördergebern die Rahmenbedingungen für transdisziplinäre und partizipative Forschung verbessern"
Konzeption und Moderation: Holger Hoff, Eefje Aarnoudse, Sarah Weschke, Audrey Podann (AG Institutionalisierung)

Session "Eine Stimme, viele Perspektiven – Partizipation und Inklusion in der GTPF gestalten"
Konzeption und Moderation: Sebastian von Peter, Saskia Schuppener, Matthias Barth

Session "Storytelling als Methode zur Erforschung von Mensch-Natur-Beziehungen in transdisziplinären Kontexten"
Konzeption und Moderation: Sylvana Jahre

Plenarsession "Ideen in Bewegung – Pappen, Post-Its, Perspektiven"
Moderation: Philipp Schrögel
Programmkommission
Einen besonderen Dank für die Vorbereitung der Sessions gilt der Programmkommission:
- Prof'in Dr. Christine Ahrend, Technische Universität Berlin
- Dr. Miriam Brandt, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)
- Thomas Korbun, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
- Philipp Schrögel, Technische Universität Chemnitz
- Anke Schumann, Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)
Unterstützung und Förderung
Unsere GTPF-Tagungen werden in enger Zusammenarbeit mit Einzel- und Fördermitgliedern der Fachgesellschaft gestaltet. Für diese Unterstützung gilt unserer besonderer Dank allen Beteiligten vor und hinter den Kulissen. Für die Arbeitstagung 2026 wirkte das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) an der Konzeption mit, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) lud auf dem Campus ein und unterstützte die Organisation vor Ort.
Zudem wurde die GTPF-Arbeitstagung 2026 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Förderinitiative "Nachhaltigkeit in der Wissenschaft" gefördert und vom DLR Projektträger - Umwelt und Nachhaltigkeit - betreut (Förderkennzeichen 01UV257). Weitere Details zu dieser Förderung finden Sie hier.





